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Der Barde
© Uwe Hartig

Allein des Barden Glück es ist
das Herz der Holden mit seiner Laute zu erringen
im Burghof dort
wo Ritterrüpel ihre Lanzen brechen
und Ströme roten Blutes
den weißen Sand durchdringen
wo Schwerter krachend aneinander schlagen
lässt er im Frühling
die Saiten seiner Laute schwingen

Eine Dame
weit über allen Rängen
gähnend und erhaben
wollte sich schon längst nicht nur
am nackten Kampfgetümmel laben.
Schafft ihn uns her, den jungen Barden!
ertön’t es aus ihrem Munde
der Herold eilt und wirklich bald
erreicht den Barden diese Kunde

Der Barde ist kein grober Schmied
er singt dem Weib ein Liebeslied …

Mein liebster Gast! Geheimer Freund!
verratet uns die hohe Kunst …
der Wohlklang eurer Lieder
steht hoch
in meiner Gunst!
Sagt an
Wie formte euer Mund die Worte?
Warum gleicht euer Lautenklang
dem Fest der Harmonie?
Der Barde bricht sein Schweigen bald …
und nannt‘ es "FRÜHLINGSMELODIE!

Vor langer Zeit schon
es war des Barden Liebeslied verklungen,
da hörte ich im Frühling
wie es die jungen Mädchen sungen
Hundert um hundert Jahre ist es her
seit Ritter verrottet und Barde verschollen
der Kinder Kinder, der Alten Söhne
sie alle trugen des Barden Töne

jeden Frühling kehrt die Melodie zurück aus fernen Landen
und mit ihr das Lachen der Männer
die das Glück im Herzen der Liebsten fanden

Die kluge Frau, sie schwieg
doch tief im Herzen wusste sie
es war des Barden Frühlingsmelodie

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